Kultur- und Studienreisen Exkursionen Unterwegs mit Auskennern 2026 Profitieren Sie von unseren Kombirabatten
3 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Schwäbischen Heimatbundes, das kommende Reisejahr 2026 wird ein Besonderes: ob ins Land der Katharer, in die alte polnische Königsstadt, zum neuen Glanz von Notre-Dame de Paris oder auf den Spuren eines „Theaterherzogs“, unsere Reisen führen Sie an Orte, die Sie so noch nicht kennengelernt haben. Mit Engagement und Fachwissen haben unsere erfahrenen Reiseleiterinnen und Reiseleiter ein Programm vorbereitet, das verschlossene Türen öffnet und neue Perspektiven bietet – Reisen mit Auskennern, wie Sie es von uns erwarten dürfen! Wir vom Schwäbischen Heimatbund wollen Ihnen mit unserem Reiseprogramm europäische Kulturgeschichte und südwestdeutsche Landesgeschichte aus erster Hand vermitteln, von Experten aufbereitet und kompetent präsentiert. Das ist aufwendig, und wir versuchen stets, unser Angebot für Sie so günstig wie möglich zu gestalten. Leider wird das in Zeiten deutlich steigender Kosten immer schwieriger. Umso mehr freut es mich, dass wir unsere Preise für 2026 stabil halten können. Dafür haben wir für manche Reisen die Mindestteilnehmerzahl auf 18 Personen erhöht. Ich bin mir sicher, dass unser vielfältiges Angebot auch für Sie etwas bietet: Schauen Sie sich auch die auf den ersten Blick ungewöhnlichen Ziele genau an, die wir für Sie ausgewählt haben – ich kann Ihnen versprechen, es lohnt sich, abseits gewohnter Wege unterwegs zu sein und lassen Sie sich überraschen! Natürlich sind uns stets auch Gäste herzlich willkommen, die nicht Mitglieder des Schwäbischen Heimatbundes sind! Bitte beachten Sie die Allgemeinen Hinweise ab S. 62, darunter auch Informationen zum Kombirabatt. Manfred Waßner, Vorsitzender des Veranstaltungsausschusses, und Ihr Team vom Schwäbischen Heimatbund Liebe Gäste Willkommen zu einem Reiseprogramm der besonderen Art
Museum Humpis-Quartier Ravensburger Geschichte erleben Dienstag-Sonntag 11-18 Uhr Marktstraße 45, 88212 Ravensburg museum-humpis-quartier.de Museum Humpis-Q artier Ravensburger Geschichte rle en Dienstag-Sonntag 11-18 Uhr Marktstraße 45, 88212 Ravensburg museum-humpis-quartier.de
5 Reisen von der Stange müssen Sie woanders suchen: Wir zeigen Ihnen, was Sie nicht in jedem Reiseprospekt finden, betrachten Bekanntes unter neuen Blickwinkeln und schauen gerne auch mal hinter die Kulissen. Unsere Reiseleiterinnen und Reiseleiter sind Kenner, Liebhaber und Spezialisten ihres Fachs, die jede Reise selbst ausarbeiten und mit großem Engagement führen. Fast alle sind selbst Mitglied unseres Vereins und verstehen es, ein persönliches Verhältnis zu ihren Mitreisenden zu pflegen, weit über den professionellen Rahmen hinaus. Der Schwäbische Heimatbund hat mehr als 60 Jahre Erfahrung in der Durchführung von Exkursionen und Reisen. Wenn Sie bei einer unserer Fahrten einsteigen, ist schon für alles gesorgt: Eintrittspreise und Führungen sind im Preis inbegriffen, bei Mehrtagesreisen profitieren Sie von unserem Taxiservice, und Sie können sich auf soliden Komfort im Bus genauso verlassen wie im angesteuerten Hotel. Leistungen und Erfahrung, auf die Sie zählen können Die sorgfältige Auswahl sowie die Ausarbeitung aller Studienreisen und Exkursionen liegen in den bewährten Händen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schwäbischen Heimatbundes. Die organisatorische Abwicklung aller Reisen als Reiseveranstalter übernimmt dann das kompetente Team von Hartmann Reisen. Ihr Kontakt zu uns Schwäbischer Heimatbund e.V. Weberstraße 2, 70182 Stuttgart Telefon 0711 23942-11 Fax 0711 23942-44 reisen@schwaebischer-heimatbund.de www.schwaebischer-heimatbund.de Mo–Do 9.30–12 Uhr (und nach Vereinbarung) Reiseveranstalter: Hartmann Reisen GmbH, Schönbuchstraße 59, 72108 Rottenburg-Oberndorf Telefon 07073 91500 info@hartmann-reisen.eu www.hartmann-reisen.eu Mo/Di/Do/Fr 9–17 Uhr und Mi 9–13 Uhr Wir beraten Sie gerne zu allen Reisen und beantworten Ihre Fragen! Abseits der Routine Was das Reisen mit dem Schwäbischen Heimatbund wirklich einzigartig macht
Museum der Deutschen aus Ungarn HIER WIRD ALLTAGSKULTUR LEBENDIG! Das Stadtmuseum Gerlingen, untergebracht in einem 200 Jahre alten Schulhaus und einem benachbarten Wohnhaus, bietet verschiedene Dauerausstellungen zu Alltag und Leben in früheren Zeiten sowie zu Auswanderung und Mobilität. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Geschichte der Heimatvertriebenen, insbesondere der Deutschen aus Ungarn. Zwei große Sonderausstellungen im Jahr mit einem abwechslungsreichen Begleitprogramm sowie einem vielfältigen kulturpädagogischen Angebot machen das Stadtmuseum Gerlingen zu einem spannenden Erlebnisort. Wir schauen dabei nicht nur zurück, sondern haben auch die Entwicklungen bis heute im Blick. Unser KulturKiosk mit wechselnden Schätzen aus dem Depot sowie ein idyllischer Museumshof mit Kräutergarten und Museumscafé bereichern das Angebot und laden nach dem Besuch zumVerweilen ein. Das Geburtshaus von Johannes Rebmann, dem Gerlinger Missionar, der als erster Europäer den schneebedeckten Kilimandscharo entdeckte, ist ebenfalls an das Stadtmuseum angegliedert und kann besichtigt werden. Weilimdorfer Straße 9–11 · 70839 Gerlingen · Tel. 0 7156/205-366 Öffnungszeiten: Di und Sa 14–18 Uhr, So 11–18 Uhr · Eintritt frei stadtmuseum@gerlingen.de · www.gerlingen.de/Stadtmuseum
7 Inhaltsverzeichnis 5 Abseits der Routine | Ihr Kontakt zu uns 9 Reisekalender 2026 11 Unsere Reiseleiterinnen und Reiseleiter 13 Unser Taxiservice 14 Heimat als Aufgabe und Herausforderung 17 Reiseprogramm 2026 62 Allgemeine Hinweise 64 Reisebedingungen der Firma Hartmann Reisen GmbH für Mehrtagesreisen 71 Allgemeine Geschäftsbedingungen für Führungen, Halbtages- und Tagesfahrten 78 Hinweise zur Datenverarbeitung im Rahmen einer Reisebuchung der Firma Hartmann Reisen GmbH 79 Formblatt zur Unterrichtung des Reisenden bei einer Pauschalreise nach §651a des Bürgerlichen Gesetzbuches – Gültig für Mehrtagesreisen 81 Impressum | Bildnachweise Titelbild: Die Wappenkartusche mit Rokoko-Ornamenten von 1751 am Portal des Schlosses von Montbéliard (Mömpelgard) erinnert daran, dass die ehemalige Grafschaft Mömpelgard über vier Jahrhunderte lang zum Herrschaftsbereich des Hauses Württemberg gehörte. Eine viertägige Studienreise unter Leitung der Historiker Dr. LouisDavid Finkeldei und Harald Schukraft beleuchtet dieses oft wenig wahrgenommene, aber überaus faszinierende Kapitel europäischer Kulturgeschichte. Studienreise vom 24. bis 27. September 2026 (Reise 11). Information Studienreise Tagesexkursion Farbkodierung
Ab Sommer 2026 Alles im Kasten! Ausstellungen Veranstaltungen Erlebnisraum Café fruchtkasten-herrenberg.de fruchtkasten_herrenberg Dranbleiben und mehr erfahren:
9 Reisekalender 2026 April 15.04. Früher Backsteinbau des Mittelalters in Altmark und Mark Brandenburg 5 Tage S. 17 22.04. Das „unentdeckte“ Schweizer Bodenseeufer: Von Kreuzlingen bis Stein am Rhein 1 Tag S. 21 Mai 05.05. Paris: Notre-Dame, Ste-Chapelle, St-Denis und mehr 3 Tage S. 23 06.05. Kulturlandschaft & Geschichte: Das württembergische Allgäu rund um Leutkirch 1 Tag S. 27 16.05. Keltenland Baden-Württemberg: Heuneburg – Federseemuseum – Heidengraben 1 Tag S. 29 25.05. Zwischen Rhön und Thüringer Wald: Residenzen – Kirchen – Kultur – Theater 4 Tage S. 31 Juni 03.06. Kabbala, Astrologie, Okkultismus im Nordschwarzwald? 1 Tag S. 35 19.06. Corbières und Roussillon (mit kleinen Wanderungen) 10 Tage S. 37 27.06. Mitgliederversammlung 2026 des Schwäbischen Heimatbundes in Balingen 1 Tag S. 42 August 01.08. 53. Aktion Irrenberg: Heuet im Naturschutzgebiet des SHB 1 Tag S. 42 September 07.09. Krakau zwischen Vergangenheit und Gegenwart 5 Tage S. 43 19.09. Nachbarregionen im Blick: Harburg an der Wörnitz und das südöstliche Nördlinger Ries 1 Tag S. 48 24.09. Auf den Spuren des französischen Württemberg: Die Grafschaft Mömpelgard (Montbéliard) 4 Tage S. 50 Oktober 07.10. Entlang der Weinstraße: Die südliche Pfalz im Herbst – Geschichte, Architektur und Kunst 2 Tage S. 54 15.10. Glanz und Elend: 1000 Jahre jüdisches Leben in und um Heilbronn 1 Tag S. 57 November 27.11. Leipzig, Apolda und Naumburg in Adventsstimmung: Kunst vom Feinsten – reiche Geschichte – Orgelmusik – Weihnachtsmärkte 4 Tage S. 59 Mehrtägige Studienreise Tagesexkursion
10 Erleben Sie die neu gestaltete Dauerausstellung sowie spannende Sonderausstellungen zum Faust-Mythos in Geschichte, Literatur, Kunst und Medien bis heute. Auf einem Rundgang über drei Ebenen können Sie in die Epoche der historischen Faust-Figur, dieRenaissance, eintauchen, den Giftschrank des Doktor Faust und seine Geheimnisse entschlüsseln sowie Goethe in einem Imaginationsraum über die Schulter schauen. Entdecken Sie unsere AtmosphäreRäume, Audio- und VideoStationen sowie themenbezogenen Spielmöglichkeiten für Kinder. Erleben Sie die neu gestaltete Daueraus tellung und die Sonderausstellung Alchemie – Wissenschaft oder Teufelspakt? mit einzigartigen Exponaten. Auf drei Ebenen erwarten Sie ein Alchemielabor, ein Goethe-Imaginationsraum, Audio- und Video-Stationen und vieles mehr! Kinder jeder Al ersgruppe finden nicht nur Beschäftigung, sondern auch spielerischen Zugang zum Faust-Mythos. Vom Wand- memory über einen Da Vinci-Brücken-Bausatz, einer Spielecke mit Handpuppen und Figuren bis zum Touchscreen mit Puppentheater-Filmen finden sich kindgerechte und themenbezogene Spielmöglichkeiten. FAUST-MUSEUM KNITTLINGEN – DAS WELTWEIT EINZIGE THEMEN- UND LITERATURMUSEUM ZUM FAUST-MYTHOS Von der Renaissance bis in die Gegenwart mit Faust Fotos: © hans-hooss.de Design: anne -hooss.de Von der Renaissance bis in dieGegenwart mit Faust FAUST-MUSEUMKNITTLINGEN – DAS WELTWEIT EINZIGE THEMEN- UND LITERATURMUSEUM ZUM FAUST-MYTHOS Faust-Museum/Faust-Archiv Knittlingen Kirchplatz 2 und 9 | 75438 Knittlingen Telefon: 07043 / 373-450 und 373-453 E-Mail: faustmuseum@knittlingen.de Alle Informationen zu Ihrem Besuch und unseren Veranstaltungen finden Sie auf unserer Homepage www.faustmuseum.de. Folgen Sie uns auch auf Instagram: @faustmuseum
11 … können die Teilnehmenden immer wieder überraschen und begeistern. Mit viel Fachwissen und Sorgfalt arbeiten sie ihre Reisen für den Schwäbischen Heimatbund aus und führen unsere Gruppen mit großem Engagement. Berufliche und persönliche Kontakte machen es möglich, dass für uns oftmals auch Türen geöffnet werden, die üblicherweise verschlossen bleiben. Stefanie Alber M.A., Stuttgart, Kunsthistorikerin am Institut für Auslandsbeziehungen: ifa-Galerie Stuttgart, Kunstvermittlerin im Kunstmuseum Stuttgart, geb. 1962 (Reise 14) Reinhard Lambert Auer M.A., Stuttgart, Theologe und Kunsthistoriker, Kunstbeauftragter der Ev. Landeskirche in Württemberg i.R., geb. 1954 (Reisen 06, 10, 12) Dr. Louis-David Finkeldei, Freudenstadt/ Tübingen, Historiker und Archivar, Leiter des Kreisarchivs Freudenstadt, Lehrbeauftragter an der Universität Tübingen, geb. 1992 (Reise 11) Philipp Jahn M.A., Halle (Saale), Kunst- und Architekturhistoriker, Kustos an der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, geb. 1988 (Reise 01) Dr. Ulrich Knapp, Leonberg, Kunst- und Bauhistoriker, freiberuflich tätig, geb. 1956 (Reise 03) Wolfgang Kramer, Engen, Kreisarchivdirektor a.D., Vorsitzender des Fördervereins Museum Haus Dix, geb. 1952 (Reise 02) Dr. Bernd Langner, Pliezhausen, Kunst- und Bauhistoriker, Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes, geb. 1960 (Reise 04) Prof. Dr. Matthias Morgenstern, Tübingen, Religionswissenschaftler, Hochschullehrer i.R., geb. 1959 (Reise 07) Prof. Dr. Benigna Schönhagen, Rottenburg, Historikerin, Honorarprofessorin an der Univ. Tübingen, ehem. Leiterin des jüdischen Kulturmuseums AugsburgSchwaben, geb. 1952 (Reisen 09, 13) Harald Schukraft, Stuttgart, Historiker, geb. 1955 (Reise 11) Prof. Dr. Holger Sonnabend, Stuttgart, Professor für Alte Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart, geb. 1956 (Reise 05) Dr. Raimund Waibel, Stuttgart, Historiker, geb. 1953 (Reise 08) Georg Zimmer, Leutkirch, Architekt und Stadtplaner, Bürgermeister a.D., aktiv in der Heimatpflege, geb. 1944 (Reise 04) Unsere Reiseleiterinnen und Reiseleiter
12 Innerhalb des hellen Bereichs der Karte ist der Taxiservice für Sie schon im Reisepreis enthalten.
13 Ihre Reise mit dem Heimatbund beginnt schon an Ihrer Haustür Liebe Mitglieder und Reisegäste, bei allen unseren Reisen ab vier Tagen Dauer holt Sie das von uns beauftragte Taxiunternehmen an Ihrer Haustüre ab und bringt Sie und weitere Gäste zum Abfahrtsort des Busses oder zu einem Zustieg, bei Bahn- oder Flugreisen ab Stuttgart zum Bahnhof bzw. zum Flughafen. Am Ende der Reise werden Sie bequem nach Hause zurückgebracht. Innerhalb des hell markierten Bereichs der Karte ist dieser Service für Sie schon im Reisepreis enthalten. Falls Sie außerhalb dieses Taxikreises wohnen und den Taxitransfer in Anspruch nehmen möchten, erfragen Sie den Aufpreis bitte vor Ihrer Buchung. Die Abwicklung des Haustürservice ist ganz einfach: Bei Ihrer Buchung geben Sie uns Ihre Abholadresse und eine Telefonnummer an, unter der Sie am Abholtag erreichbar sind. Mit Ihren Reiseunterlagen erhalten Sie Ihre Abholzeit. Bei der Anmeldung mehrerer Personen müssen Sie gegebenenfalls unterschiedliche Abfahrtsorte gleich mit angeben. Falls Ihre Haustüre nicht einfach zu finden ist, bitten wir Sie um hilfreiche Informationen im Voraus. Zur Sicherheit bleiben Sie am Abreisetag bitte in der Nähe des Telefons, bis Ihr Taxi vor Ihrer Haustüre steht. Aus organisatorischen Gründen können wir Buchungen für Reisen mit Taxitransfer nur bis spätestens 4 Werktage vor Reisebeginn annehmen. Wollen Sie den Taxiservice nicht nutzen, können Sie natürlich auch selbst zum in der Reisebeschreibung angegebenen Abfahrtspunkt oder einem der genannten Zustiegsorte kommen. Dann ermäßigt sich Ihr Reisepreis um 25,– Euro pro Person. Weitere Zustiege entlang der Strecke können auf Anfrage vereinbart werden, ein Anspruch darauf besteht nicht. Wenn Sie den Taxiservice nicht nutzen wollen, teilen Sie dies bitte direkt bei Ihrer Buchung mit. Eine spätere Änderung ist aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich.
Sie interessieren sich für Geschichte, Landeskunde und Denkmalpflege, für die Natur und die Kulturlandschaften Württembergs? Sie halten den Abbruch eines ortsbildprägenden Gebäudes für einen Verlust, Wacholderheiden und Weinbergmäuerle für schützenswert? Sie möchten regelmäßig über landes- und kulturgeschichtliche Besonderheiten informiert werden? Im Schwäbischen Heimatbund setzen wir uns für historische Gebäude ein, pflegen Grundstücke in Naturschutzgebieten, veranstalten Vorträge und Tagungen, Studienreisen, Exkursionen und Führungen. Und wir informieren nicht nur unsere Mitglieder mit der renommierten landeskundlichen Zeitschrift „Schwäbische Heimat“. Heimat als Aufgabe und Herausforderung Der Heimatbund stellt sich vor Zum Beispiel Denkmalschutz: Historische Bauten und Strukturen zeugen vom Leben, Schaffen und der Baukultur unserer Vorfahren und stiften Identität. Der SHB ist selbst Eigentümer mehrerer Baudenkmale. Zum Beispiel Naturschutz: Die von Menschenhand geschaffene Kulturlandschaft mit ihrem großen Artenreichtum muss für künftige Generationen erhalten werden. Der SHB besitzt selbst über 200ha Naturschutzflächen. »Der SHB – das sind die Heimaterklärer.« Winfried Kretschmann 14 Heimat in der heutigen Welt Der Schwäbische Heimatbund steht für einen offenen, toleranten, demokratischen und zukunftsgewandten Heimatbegriff. Die Identität unseres Landes schöpft aus dem Reichtum unserer Landeskultur, die sich über Jahrhunderte auch durch den Austausch mit Nachbarn ausgebildet hat. Wir treten deshalb entschieden allen Bestrebungen entgegen, den Heimatbegriff für antidemokratische Agitation und Ausgrenzung zu vereinnahmen. Wirken in die Öffentlichkeit Zahlreiche Aktivitäten prägen unser Tun: Mit dem Kulturlandschaftspreis und dem Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg würdigen wir landesweit privates Engagement beim Erhalt, der Pflege und der Weiterentwicklung unserer kulturellen Wurzeln und natürlichen Ressourcen.
15 Zum Beispiel Schwäbische Heimat: Viermal jährlich berichten fachkundige Autorinnen und Autoren aus der Landesgeschichte. Die SH wurde bereits als beste heimatkundliche Zeitschrift Deutschlands ausgezeichnet. Zum Beispiel Studienreisen: Neben der Heimat interessiert uns auch das kulturelle Erbe unserer Nachbarn. Entdecken Sie Geschichte, Kultur, Kunst und Natur auf unseren Studienfahrten und Exkursionen! Zum Beispiel Landeskunde: Nur was man kennt, kann man schützen. Heimatbewusstsein ist das Wissen um die eigene Herkunft, die Kenntnis der materiellen und der geistigen Umwelt. Zum Beispiel Veranstaltungen: Auf Fachtagungen, bei Vorträgen und in Seminaren vermitteln wir unsere Vorstellung, dass Heimat nicht im Gestern verharrt, sondern Teil unserer gemeinsamen Zukunft ist. Unterstützen Sie unsere Arbeit – werden Sie Mitglied. Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt: für Einzelmitglieder € 60 für Mitglieder in Berufsausbildung € 10 für Familien € 90 für juristische Personen und andere Institutionen € 90 Mit Ihrer Mitgliedschaft – als Privatperson, als Unternehmen, Verein oder Kommune – unterstützen Sie den einzigen Verein im Land, der Engagement für Denkmalschutz, Naturschutz und Landeskunde in einer Hand vereint. Selbstverständlich sind wir als gemeinnützig anerkannt. Spenden sind steuerlich absetzbar. Besuchen Sie uns gerne im Internet oder rufen Sie uns an. »Klasse erklärt! Jetzt erkenne ich die Zusammenhänge.« Teilnehmerin einer Exkursion 2023 Schwäbische Heimat 2025|2 Schwäbische Heimat Magazin für Geschichte, Landeskultur, Naturschutz und Denkmalpflege 2025|2 Preis 15 € E4271F ISSN 0342-7595 2025|2 Sommer
16 Herzlich willkommen in der Wiege Württembergs W E I N S T A D T Landesgeschichte ganz nah wuerttemberghaus-weinstadt.de
17 Zu Versicherungen, Mindestteilnehmerzahl, Gruppengröße, Stornofristen und Rückkehrzeiten siehe die Allgemeinen Hinweise auf S. 62f. Studienreise Kloster Jerichow: Initialbau für die Backsteinromanik in Norddeutschland April Großartige Bauwerke aus Backstein prägen den Norden Deutschlands. Hier erlebte diese Baukunst im Mittelalter ihre Blüte – und hier hat sie auch ihren Ursprung. Mitten in der idyllischen und weiten Landschaft der Elbauen entstand eine Innovation: Mit dem Kloster Jerichow wird ab 1148 der erste Backsteinbau in Norddeutschland errichtet. Die Studienreise führt uns genau zu diesen Anfängen der mittelalterlichen Backsteinbaukunst. Kloster Jerichow zählt zu den frühesten Niederlassungen des Prämonstratenserordens, der erst 1120 durch den späteren Magdeburger Erzbischof und als Heiliger verehrten Norbert von Xanten (gestorben 1134) gegründet worden war. Für den Bau der monumentalen romanischen Stiftkirche wurden Handwerker und Baumeister mit dem notwendigen Knowhow und der Expertise aus Oberitalien nach Jerichow gerufen, welche die in der gesamten Region unbekannte und neuartige Bautechnik mitbrachten. Hier müssen sie auch einheimische Kräfte angelernt haben, denn schnell fand die Kunst des Backsteinbaus Verbreitung. Und so 01 Romanik aus Lehm und Ton Der frühe mittelalterliche Backsteinbau in Altmark und Mark Brandenburg
wurden zügig die neuartige Technik, die Architektur und die kunstvollen Gestaltungsmöglichkeiten nachgeahmt. Durch die Einzelformen, Dekore und Ornamente fand neben dem Technologietransfer ein unglaublich nachhaltiger Kulturtransfer statt. Daneben bot der Backsteinbau eine günstige Alternative, denn in Ermangelung lokaler Natursteinvorkommen wurden die anstehenden tonhaltigen Lehme genutzt, daraus die Backsteine geformt und meist vor Ort gebrannt. Besonders durch die Missionierung und den hochmittelalterlichen Landesausbau der Gebiete östlich der Elbe war der Bedarf an Baumaterialien für neue Sakral- und Profanbauten groß. Auch wenn heute bei Backsteinbauten im Mittelalter landläufig an in den Himmel emporragende gotische Kirchen in den großen Hansestädten gedacht wird, so geht diese Form der Baukunst bereits auf die Romanik zurück. Ausgehend vom einstigen Chorherrenstift der Prämonstratenser zu Jerichow führt die Reise uns u. a. zu den Domen von Brandenburg und Havelberg, den Klöstern Lehnin in der Mark Brandenburg und Arendsee in der Altmark. Daneben entdecken wir Stadtkirchen und ländliche Perlen der Backsteinbaukunst. Den Abschluss bildet das Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg, welches zwar kein Backsteinbau, aber ein herausragendes Zeugnis früh- und hochromanischer Architektur ist und zugleich als Prämonstratenserstift einst als Grablege des Ordensgründers Norbert von Xanten (gest. 1134) diente. In Kooperation mit dem Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart. Mittwoch, 15. April 2026, bis Sonntag, 19. April 2026 (5 Reisetage) Abfahrt: 8.00 Uhr, Stuttgart-Weilimdorf, S-Bahnhof. Zustieg: 8.30 Uhr „Parken und Mitnehmen“ an der Autobahnausfahrt Heilbronn-Untergruppenbach. Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice entnehmen Sie den Reiseunterlagen. Leitung Philipp Jahn M.A. Leistungen • Taxiservice (s. Seite 13) • Fahrt im modernen Reisebus • fachlich qualifizierte Reiseleitung • 4 Übernachtungen mit Frühstück in Hotels der guten Mittelklasse, Zimmer mit Dusche/WC • 4 Abendessen • alle Führungen und Eintrittsgelder Preis € 1.610,– pro Person im Doppelzimmer € 1.740,– pro Person im Einzelzimmer Außer beim Frühstück sind Getränke zu den Mahlzeiten nicht im Preis enthalten. Zu Versicherungen, Mindestteilnehmerzahl, Gruppengröße, Stornofristen und Rückkehrzeiten siehe die Allgemeinen Hinweise auf S. 62f. Langhaus, Lettner und Chor der Klosterkirche Jerichow 18
19 1. Tag: Tangermünde (Die tausendjährige Backsteinstadt blühte im 14. Jahrhundert als Residenz Kaiser Karls IV. auf). 2 Übernachtungen in Tangermünde. 2. Tag: Jerichow (Prämonstratenserchorherrenstift St. Maria und Nikolaus; Stadtkirche St. Georg) – Dorfkirchen um Jerichow (Im unmittelbaren Umfeld des Jerichower Stifts fand die Backsteinbaukunst schnelle Verbreitung). 3. Tag: Kloster Lehnin – Brandenburg (Dom St. Peter und Paulus; Kirche St. Nikolai) – Havelberg (Dom St. Marien). Übernachtung in Havelberg. 4. Tag: Arendsee (1183 gegründetes Benediktinerinnenkloster St. Marien) – Salzwedel (St. Marien; St. Lorenz; mittelalterlicher Stadtkern; einstiger Herrschaftsort der askanischen Markgrafen und Hansestadt). Übernachtung in Magdeburg. 5. Tag: Magdeburg (Kloster Unser Lieben Frauen). ... jetzt Termine buchen! Virtueller Rundgang mit -Brille Und ... stadtmuseum@bietigheim-bissingen.de 07142 / 74 362 • https://stadtmuseum.bietigheim-bissingen.de •
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Tagesexkursion 21 Die Exkursion erkundet eine der schönsten und doch unbekanntesten Regionen am Bodensee. Zum Beginn bietet ein Halt auf der Raststätte Hegau-West einen herrlichen Blick in den Hegau. Danach wird auf einer Stadtrundfahrt durch das geschäftige Kreuzlingen die Rokoko-Kirche des ehemaligen Augustinerchorherrenstifts besucht, deren Besonderheit eine 02 Das „unentdeckte“ Schweizer Ufer des Untersees Von Kreuzlingen bis Stein am Rhein „Ölbergkrippe“ mit über 250 Figuren darstellt. Idyllisch präsentiert sich das malerische Gottlieben, wo ein Rundgang durch das kleine Dorf am Seeufer ansteht. Die Mittagspause wird im Bistro „Louis Napoleon“ in Salenstein unweit des Napoleon-Schlosses auf dem Arenenberg sein. Es schließt sich eine Führung durch das in herrlicher Lage liegende, www.urmu.de April
22 kostbar ausgestattete Schloss an, in dem Hortense de Beauharnais, die Stieftochter und zugleich Schwägerin von Kaiser Napoleon I., von 1825 bis zu ihrem Tode 1837 wohnte. Ihr Sohn Louis, der spätere französische Kaiser Napoleon III. wuchs hier auf. Nach dessen Tod 1873 lebte seine Witwe Eugénie auf Arenenberg. Das Schloss ist eine Napoleon-Gedenkstätte und war im 19. Jh. Mittelpunkt der „Napoleoniden“, wie die napoleonischen Verwandten genannt werden, die mit ihren Unterstützern in den zahlreichen Schlössern um den Arenenberg wohnten. Weit bürgerlicher geht es im kleinen thurgauischen Städtchen Steckborn zu, wo eine kurze Besichtigung ansteht, um dann zur Johannis-Kirche mit ihren sehenswerten spätgotischen Fresken auf Burg bei Stein am Rhein zu fahren. Nach einem Gang über die Rheinbrücke erwartet das wunderbar sanierte Städtchen Stein mit seinen bekannten bemalten Hausfassaden die Teilnehmenden. Hier besteht vor der Rückfahrt die Möglichkeit zu einer Kaffeepause. Programm: Kreuzlingen (ehemaliges Augustinerchorherrenstift) – Gottlieben (malerisches Ortsbild) – Schloss Arenenberg – Steckborn – Johanniskirche auf Burg – Stein am Rhein. Für die kurzen Fußwege (maximal 2 km pro Strecke, teilweise auf unebenem Straßenpflaster) ist festes Schuhwerk erforderlich. Stein am Rhein mit seinen vielen Erkern und den bemalten Fassaden Mittwoch, 22. April 2026 Abfahrt: 7.30 Uhr Stuttgart, Karlsplatz Zustieg: 8.15 Uhr „Parken und Mitnehmen“ an der Autobahnausfahrt Herrenberg Leitung Wolfgang Kramer Leistungen • Fahrt im modernen Reisebus • fachlich qualifizierte Reiseleitung • alle Führungen und Eintrittsgelder Preis € 195,– pro Person Reisepapiere gültiger Personalausweis oder Reisepass für deutsche Staatsangehörige
23 Studienreise 03 Wieder eröffnet! Notre-Dame in Paris Die Anfänge der Gotik der Île-de-France Im April 2019 wurden der Dachreiter und die historischen Dachwerke der Kathedrale Notre-Dame in Paris durch ein Großfeuer zerstört. Nach Abschluss der Wiederherstellungsarbeiten ist die Pariser Kathedrale nun wieder für Besucher geöffnet. Mit dem Bau der heutigen Kathedrale wurde um 1163 begonnen, im 12. und 13. Jh. wurde sie wiederholt erweitert und umgebaut. Ihr heutiges Erscheinungsbild ist wesentlich durch die Restaurierungsmaßnahmen des 19. Jh. geprägt. Sie gelten als Beginn der modernen Denkmalpflege in Frankreich. So kann an dem Bau nicht nur exemplarisch die Entwicklung der Hochgotik der Île-de-France, sondern auch die Entwicklung der modernen Denkmalpflege nachvollzogen werden. Die geborgenen Reste der in der Revolution von 1789 zerstörten Skulpturen von Notre-Dame werden im Musée de Cluny aufbewahrt. Neben Notre-Dame werden auf unserer Reise Kirchen und Klöster im Stadtraum Paris besichtigt, die Vorstufen zu der Kathedrale bilden oder die Weiterentwicklung des gotischen Stils dokumentieren. Die Abteikirche Saint-Denis bildet mit den unter Abt Suger (1081–1151) errichteten Bauteilen den Gründungsbau Notre-Dame, Paris, von Süden Mai
24 Für Leute, die gerne lachen! Museum im Steinhaus Schwäbisches Schnapsmuseum Meiereihof 5 + 7 74357 Bönnigheim (im VVS-Bereich) Größte alkoholgeschichtliche Museumssammlung Deutschlands sonntags 14 – 17 Uhr (April – Oktober) Ganzjährig das Erlebnismuseum für Gruppen nach Anmeldung Humorvolle Schnaps- und Likörverkostungen Kindesglück – magische Bräuche um Liebe und Geburt Mystischer Brauch der Nachgeburtsbestattung www.museum-im-steinhaus.de schnamus@web.de Telefon 0 71 43/2 25 63 der Gotik. Im 13. Jh. wurde die Kirche im Stil der reifen Hochgotik (1231–1282) teilweise erneuert, doch blieben mit dem richtungsweisenden Chorumgang und der Westturmgruppe bedeutende Teile des Suger-Baus erhalten. Die Abteikirche war die bedeutendste Grablege der französischen Könige mit über 70 Grabdenkmälern. Eine Vorstufe zum Chorumgang von Saint-Denis bildet die Choranlage der ehemaligen Cluniazenser-Prioratskirche St-Martin-des-Champs (heute Technikmuseum). St-Germain-des-Prés ist eine der ältesten Abteien von Paris. Ihr Chorneubau wurde 1163 geweiht. Die Sainte-Chapelle auf der Île-de-Cité wurde für König Ludwig IX. (reg. 1226– 1270) unmittelbar nach 1241 innerhalb kürzester Zeit als Aufbewahrungsort für die bedeutende Reliquie der Dornenkrone Christi, einer wichtigen Kreuzreliquie und weiterer Reliquien errichtet und 1248 geweiht. Sie kann als ein Höhepunkt der französischen Hochgotik bezeichnet werden. Auch die Sainte-Chapelle wurde im 19. Jh. umfassend restauriert. Architektur, Skulptur, Malerei und Glasmalerei bilden in dem Bau eine einzigartige Symbiose: Die ausgesuchten Farben der Malereien, die kostbare Vergoldung der Bildwerke, die zierliche Durchsichtigkeit der rötlich schimmernden Fenster, die überaus schönen Altarverkleidungen, die wundertätigen Kräfte der heiligen Reliquien, die Zier der Schreine, die durch ihre Edelsteine funkelt, verleihen diesem Haus des Gebetes eine solche Übersteigerung des Schmucks, daß
25 Details der Westfassade von Notre-Dame in Paris Zu Versicherungen, Mindestteilnehmerzahl, Gruppengröße, Stornofristen und Rückkehrzeiten siehe die Allgemeinen Hinweise auf S. 62f. Dienstag, 5. Mai 2026, bis Donnerstag, 7. Mai 2026 (3 Reisetage) Treffpunkt: Zwischen 8.30 und 8.45 Uhr Stuttgart-Hauptbahnhof (Rückkehr gegen 21.00 Uhr). Leitung Dr. Ulrich Knapp Leistungen • Bahnfahrt (TGV, 2. Klasse) Stuttgart-Paris-Stuttgart • Sitzplatzreservierung im Zug • Fahrten mit ÖPNV in Paris • fachlich qualifizierte Reiseleitung • 2 Übernachtungen mit Frühstück in einem Hotel der guten Mittelklasse, Zimmer mit Dusche/WC • 1 Abendessen am ersten Tag • alle Führungen und Eintrittsgelder Preis € 995,– pro Person im Doppelzimmer € 1.145,– pro Person im Einzelzimmer Außer beim Frühstück sind Getränke zu den Mahlzeiten nicht im Preis enthalten. Reisepapiere gültiger Personalausweis oder Reisepass für deutsche Staatsangehörige man beim Betreten glaubt, zum Himmel emporgerissen zu sein und in einen der schönsten Räume des Paradieses einzutreten“ (Jean de Jandun, 1323). Das Collège des Bernardins in unmittelbarer Nachbarschaft der Sorbonne war das Studienkolleg der Zisterzienser in Paris, von dem noch bedeutende Reste erhalten sind. 1. Tag: Anreise mit der Bahn (TGV) von Stuttgart nach Paris – Hotelbezug – Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Saint-Denis (Innen- und Außenbesichtigung). 2 Übernachtungen in Paris (Nähe Gare de L’Est). 2. Tag: Notre-Dame (ausführliche Innen- und Außenbesichtigung) – Sainte-Chapelle (Innen- und Außenbesichtigung) – Saint-Martin-des-Champs (Außenbesichtigung). 3. Tag: Collège des Bernardins – Musée de Cluny – Saint-Germain-des-Prés (Außenbesichtigung). Rückfahrt mit TGV. Bitte beachten Sie: Aufgrund der großen Nachfrage ist für die Besichtigung der Kathedrale NotreDame mit Gruppen die Reservierung eines Zeitfensters vorgeschrieben. Bei Drucklegung dieser Programmbroschüre war dies für unseren Reisezeitraum noch nicht möglich. Deshalb steht diese Studienreise unter dem Vorbehalt, dass wir sie nur durchführen können, wenn uns ein Zeitfenster für Notre-Dame bestätigt wird. Die Tagesetappen werden dann ggf. umgestellt. In Kooperation mit der Volkshochschule Herrenberg.
EINE STADT: VIER MUSEEN GESCHICHTE ERLEBEN! In die römische Geschichte eintauchen, aktuelle Kunst im ehemaligen Jugendstilschwimmbad genießen, die Entwicklung von Kutschen, Chaisen und Karren bestaunen oder bei Sonderausstellungen im Schloss Hellenstein historische Exponate entdecken: Ein Besuch in Heidenheim an der Brenz lohnt sich - nicht nur für Geschichtsinteressierte! Mehr Informationen unter: www.heidenheim.de 07321-327-4710 oder QR-Code scannen >>> Museum im Römerbad Museum für Kutschen, Chaisen, Karren Museum Schloss Hellenstein Kunstmuseum Heidenheim
Tagesexkursion 27 Mai 04 Traditionsbewusst und zukunftsoffen Kulturlandschaft und Geschichte rund um Leutkirch Das württembergische Allgäu ist durch große kulturlandschaftliche Vielfalt charakterisiert. Städte, Dörfer und Adelssitze mit reicher Geschichte haben die Region geprägt. Ziel der Fahrt ist es, die wunderbare Landschaft mit ihrer reichen Wirtschafts- und Herrschaftsgeschichte erlebbar zu machen und zu zeigen, auf welche Weise Traditionen auch in die heutige Zeit übertragen werden. Dies prägt die Identität der Menschen in besonderem Maß. Bei einem ersten Halt in Legau (zugegebenermaßen nicht mehr ganz württembergisch) in der „Rapunzel-Welt“, einem Biobetrieb, der für besonders nachhaltiges Wirtschaften und Spitzenprodukte steht, machen wir kurze Kaffee-Rast und besichtigen das neue, perfekt in die Landschaft eingebundene Gebäude.
28 Mittwoch, 6. Mai 2026 Abfahrt: 7.20 Uhr Stuttgart, Karlsplatz Zustieg: 7.40 Uhr Wendlingen, Busbahnhof Leitung Georg Zimmer und Dr. Bernd Langner Leistungen • Fahrt im modernen Reisebus • fachlich qualifizierte Reiseleitung • alle Führungen und Eintrittsgelder Preis € 179,– pro Person Leutkirch im Allgäu: der perfekte Zusammenklang von Stadt und Landschaft Wir erreichen dann den ersten kulturlandschaftlichen Höhepunkt der Exkursion: das historische Glasmacherdorf Schmidsfelden nahe Leutkirch. Die wieder in Betrieb befindliche Glashütte stammt aus den Jahren 1825/26 und ist einer der alten charakteristischen Hüttenstandorte im Allgäu, die trotz höchster Qualität ihrer Produkte der Industrialisierung zum Opfer fielen. Vor 25 Jahren wurde Schmidsfelden vor dem Verfall gerettet. Auch hinter dem Leutkircher Bahnhof steckt eine Erfolgsgeschichte. Bürgerinnen und Bürger haben eine Genossenschaft gegründet und das Gebäude nicht nur vor dem Abbruch bewahrt, sondern ihm 2012 mit einem tragfähigen Gastronomie- und Veranstaltungskonzept neues Leben eingehaucht. Ein bedeutendes Kulturdenkmal und Zeugnis für die Eisenbahngeschichte im Allgäu ist wieder erlebbar geworden. An der Rettung beider Orte – Schmidsfelden und Bahnhof – war der Exkursionsleiter Georg Zimmer wesentlich beteiligt. Als ehemaliger Baubürgermeister Leutkirchs ist er der perfekte Cicerone, um uns am Nachmittag durch die historische Altstadt mit barockem Rathaus, Museum im Bock und Gotischem Haus zu führen und uns mit vielen überraschenden Details zu versorgen. Zum Abschluss besichtigen wir das nahegelegene Schloss Zeil aus dem frühen 17. Jahrhundert. Im Schlosshof und auf der Terrasse haben wir einen grandiosen Blick auf das Allgäuer Alpenvorland mit seinen Endmoränen – die perfekte Symbiose von Landschaft und Herrschaft. Programm: Biolandbetrieb Rapunzel Legau (Kaffeepause) – Glasmacherdorf Schmidsfelden (1825/26, Glashütte und Museum, Siedlung) – Bürgerbahnhof Leutkirch (1889, jüngst saniert, Mittagessen) – Leutkirch (Stadtrundgang) – Schloss Zeil (großzügige RenaissanceAnlage vom Beginn des 17. Jh., Kirche 1612).
Tagesexkursion 29 Samstag, 16. Mai 2026 Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz Zustieg: 8.45 Uhr Metzingen, Bahnhof (nur auf der Hinfahrt) Leitung Prof. Dr. Holger Sonnabend Leistungen • Fahrt im modernen Reisebus • fachlich qualifizierte Reiseleitung • alle Führungen und Eintrittsgelder Preis € 179,– pro Person Die rekonstruierten Keltenhäuser der Heuneburg – mit Blick ins Donautal Mai Ganz offiziell ist das „Keltenland BadenWürttemberg“ ein wichtiger Teil der kulturpolitischen Aktivitäten des Landes. In den letzten Jahren sind daher viele archäologische Stätten neu erforscht und der Öffentlichkeit – vorbildlich dokumentiert – zugänglich gemacht worden. Tatsächlich haben die Kelten, deren Siedlungsgebiete sich über weite Teile Europas und sogar bis nach Kleinasien erstreckten, die Geschichte und Zivilisation des Landes schon lange vor den Römern nachhaltig geprägt. So blickt das heutige Baden-Württemberg auf eine fast 800 Jahre dauernde keltische Vergangenheit zurück. Auf dieser Tagesfahrt werden drei wichtige Stätten der Kelten besucht. Programm: Die Heuneburg: Hier befand sich, mit Blick auf die Donauebene, bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. eine der bedeutendsten keltischen Siedlungen nördlich der Alpen, die auch in griechischen Quellen erwähnt wird. Heute präsentiert sie sich als bestens aufbereitete Stätte mit Originalfunden, anschaulichen Nachbauten und einem archäologischen Lehrpfad – Bad Buchau: Das modern gestaltete Federseemuseum präsentiert einzigartige Funde aus prähistorischer und keltischer Zeit – „Heidengraben“: Das spätkeltische Oppidum auf der Schwäbischen Alb ist die größte bisher bekannte keltische Siedlung in Mitteleuropa. Die Kelten, die hier lebten, betrieben intensiven Handel bis zum Mittelmeer. Noch sehr gut zu erkennen sind die imposanten Befestigungsanlagen. In Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Stuttgart und der Volkshochschule Herrenberg. 05 Keltenland Baden-Württemberg Heuneburg – Federseemuseum – Heidengraben
Heuneburg – Stadt Pyrene Tauchen Sie ein in die Welt der Kelten Bedeutendste keltische Akropolis Europas Traumhafte Natur- und Kulturlandschaft an historischer Stätte. Spannende Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelt der Kelten. www.heuneburg–pyrene.de www.schloesser-und-gaerten.de Geöffnet April – Oktober Di bis So 10 – 17 Uhr Bildnachweis SSG: Ina Schultz KeltenmuseumHeuneburg BinzwangerStr.14 88518Herbertingen-Hundersingen Telefon075861679oder920821 info@heuneburg.de www.heuneburg.de KELTENMUSEUMHEUNEBURG HERBERTINGEN-HUNDERSINGEN DASFUNDMUSEUMIMORT |ORIGINALEFUNDE |EINDRUCKSVOLEINSZENIERUNGEN |WECHSELNDESONDERAUSSTELUNGEN |INFORMATIVETEXTTAFELN |KINDER-UNDFAMILIENANGEBOTE Termine imMuseum Heuneburgmuseum
31 Studienreise 06 Residenzen, Kultur und der „Theaterherzog“ in Meiningen Zwischen Rhön und Thüringer Wald Schon seine Vorfahren waren theaterbegeistert – aber erst Herzog Georg II. von Sachsen-Meinigen machte im 19. Jh. die Residenzstadt seines kleinen fürstlichen Territoriums mit der Förderung und dem großen Ausbau des Hoftheaters zu einer weit ausstrahlenden kulturellen Metropole. So ist das Jubiläumsjahr zu seinem 200. Geburtstag gegebener Anlass für eine Reise dorthin, wo früher bedeutende Musiker wirkten – wie Johannes Brahms, Max Reger und Richard Strauss. Bis heute genießt das südthüringische Staatstheater als Vierspartenhaus mit seiner „Hofkapelle“ einen herausragenden Ruf. Der Besuch einer Aufführung gehört damit unbedingt zu einem Aufenthalt in Meiningen. Doch auch die Stadt mit ihren Baudenkmälern und die landschaftlich reizvolle Umgebung entlang des Werratals hat viel Interessantes und Sehenswertes zu bieten: bedeutende Schlösser, Kirchen mit beeindruckenden Ausstattungen, anmutige Landschaftsgärten und schöne Altstadtensembles mit faszinierenden Gebäuden. Theater Meiningen Mai
32 1. Tag: Ostheim vor der Rhön, Sondheim, Helmershausen und Meiningen Ostheim (imposante Kirchenburg, die größte ihrer Art in Deutschland) – Sondheim (ev. Kirche mit bemerkenswerter Rokoko-Ausstattung) – Helmershausen (barocke Dorfkirche von beachtlicher Größe, „Dom der Rhön“). Am frühen Abend: Besuch der Opernaufführung „Das Rheingold“ – erster Teil des Ringzyklus – von Richard Wagner im Meininger Staatstheater. 3 Übernachtungen in Meiningen. 2. Tag: Meiningen und Umgebung Meiningen (ausführlicher Stadtrundgang: Führung im Residenzschloss „Elisabethenburg“ mit Prunkräumen und Einrichtungen des 18. und 19. Jh.; Besuch des Theatermuseums mit einmaligen, erhaltenen Bühnendekorationen des 19. Jh.; Stadtkirche, im Kern mittelalterlich, später umfangreich neugotisch ausgebaut; üppig dekorierte Fachwerkhäuser und herrschaftliche Repräsentationsbauten an der Prachtstraße des 19. Jh.; Englischer Garten mit der Grabkapelle der Herzöge) – Landpartie vorbei am pittoresken historistischen Schloss „Landsberg“ – Herpf und Bettenhausen (ev. Dorfkirchen beider Orte mit barocker Innengestaltung von ungewöhnlich eindrücklichem Aufwand) – Abendessen in Bettenhausen. 3. Tag: Schmalkalden – Bad Liebenstein – Schloss und Park Altenstein – Walldorf Schmalkalden (Residenzstadt, ehem. zu Hessen gehörige Exklave, seit dem 16. Jh. auch landgräflicher Sommersitz; Schloss Wilhelmsburg, bedeutender Bildung. Inspiration. Begegnung Exkursionen, Seminare, Vorträge und mehr. Kirchliche Erwachsenenbildung in Stuttgart www.hospitalhof.de Büchsenstraße 33 www.kbw-stuttgart.de Königstraße 7
33 Zu Versicherungen, Mindestteilnehmerzahl, Gruppengröße, Absage- und Stornofristen sowie Rückkehrzeiten s. Allg. Hinweise auf S. 62f. Montag, 25. Mai 2026, bis Donnerstag, 28. Mai 2026 (4 Reisetage) Abfahrt: 8.00 Uhr, Stuttgart-Weilimdorf, S-Bahnhof. Zustieg: 8.30 Uhr „Parken und Mitnehmen“ an der Autobahnausfahrt Heilbronn-Untergruppenbach Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice entnehmen Sie den Reiseunterlagen. Leitung Reinhard Lambert Auer M.A. Leistungen • Taxiservice (s. Seite 13) • Fahrt im modernen Reisebus • fachlich qualifizierte Reiseleitung • 3 Übernachtungen mit Frühstück in einem Hotel der guten Mittelklasse, Zimmer mit Dusche/WC • 1 Mittagesssen am 1. Tag und 2 Abendessen am 2. und 3. Tag • alle Führungen und Eintrittsgelder • Eintrittskarte für die Aufführung „Das Rheingold“ im Staatstheater Meiningen am 25. Mai 2026 Preis € 1.290,– pro Person im Doppelzimmer € 1.365,– pro Person im Einzelzimmer Außer beim Frühstück sind Getränke zu den Mahlzeiten nicht im Preis enthalten. Kombirabatt Bei Teilnahme an wenigstens zwei der drei Reisen 06, 10 und 12 mit Herrn Auer erhalten Sie auf Ihre 2. Fahrt einen Nachlass von € 45,–. Näheres auf S. 63. Renaissancebau; kirchbaugeschichtlich wegweisende Schlosskirche; vom Spätmittelalter und der Renaissance geprägtes Stadtbild mit großer Hallenkirche St. Georg und reicher Bestand herausragender Fachwerkbauten) – Bad Liebenstein (vom Herzoghaus Sachsen-Meiningen veranlasster, ab 1800 wachsender Kurort mit charakteristischer Bäderarchitektur) – Altenstein (ehem. herzogliche Sommerresidenz, pompöses Schloss im Stil der Neorenaissance, weitläufiger Landschaftsgarten) – Walldorf (Kirchenburg). 4. Tag: Ins Grabfeld: Bibra – Römhild – Bedheim – Veste Heldburg Bibra (Dorfkirche mit Altären der Riemenschneiderwerkstatt) – Römhild (weitere kleine ehem. Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Römhild, spätgotische Stadtkirche mit bemerkenswerten Bronzegrabdenkmälern von Peter Vischer aus Nürnberg) – Bedheim (Dorfkirche mit einer der schönsten Barockausstattungen der Region) – „Veste Heldburg“ (mittelalterliche Anlage mit umfangreichen späteren Erweiterungen; Theaterherzog Georg II. ließ sie Ende des 19. Jh. für seine dritte Ehefrau, eine ehemaligen Schauspielerin, im neugotischen Stil ausgestalten; heute „Deutsches Burgenmuseum“). Quartier: Hotel Fronveste Meiningen Die Unterbringung bei dieser Reise ist ungewöhnlich: im ehemaligen, allerdings architektonisch ansprechend aktuell umgebauten Meininger Gefängnis! So sind die Zimmer – zum Teil ehemalige Zellen – nicht sehr geräumig, jedoch alle sehr gästefreundlich und modern ausgestattet. In Kooperation mit dem Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof und dem Katholischen Bildungswerk Stuttgart.
Tagesexkursion 35 Juni Mittwoch, 3. Juni 2026 Abfahrt: 8.30 Uhr Stuttgart, Karlsplatz Zustieg: 7.30 Uhr Tübingen, Busbahnhof Leitung Prof. Dr. Matthias Morgenstern Leistungen • Fahrt im modernen Reisebus • fachlich qualifizierte Reiseleitung • alle Führungen und Eintrittsgelder Preis € 154,– pro Person Paradiesgarten, u.a. mit 12 Sternzeichen (Ausschnitt Lerntafel Bad Teinach) Die kabbalistische Lerntafel der Prinzessin Antonia (1613–1679) ist als „achtes Weltwunder“ bezeichnet worden; zugleich wurde das Bild als „magisch“ und „gefährlich“ verdächtigt. Der Bilderschrein in der Dreifaltigkeitskirche in Bad Teinach ist ein riesiges „Wimmelbild“ zur biblischen Geschichte, das von der pansophischen Natur- und Sternenkunde des 17. Jahrhunderts her zu verstehen ist. Kabbalistische Ideen der zehn „Wesenheiten“ Gottes verbinden sich mit Spekulationen zu Geheimnissen hebräischer Buchstaben und der Sternzeichen. Zu erkennen sind auch Spuren des umstrittenen Übergangs vom Julianischen zum Gregorianischen Kalender, den der in Weil der Stadt geborene Johannes Kepler (1571–1630) vorbereitet hatte. Kepler war nicht nur führender Astronom seiner Zeit; er hatte auch astrologische Vorstellungen und beschäftigte sich mit Horoskopen. Erinnerungsorte zu Phänomenen an der Grenze zum ÜbernatürlichOkkulten sind dann im nahegelegenen Möttlingen zu besichtigen: im ehemaligen Wohnhaus der Gottliebin Dittus, die Pfarrer Johann Christoph Blumhardt (1805– 1880) von ihrer Besessenheit heilte. Auf unserer Exkursion wollen wir auch die Frage stellen, was die Gedenkorte miteinander verbindet – und ob die Phänomene tatsächlich als „übernatürlich“, „okkult“ und „gefährlich“ zu verstehen sind. Programm: Bad Teinach-Zavelstein (Dreifaltigkeitskirche, Erklärung der Lerntafel) – Weil der Stadt (Kepler-Museum) – Möttlingen (Gottliebin-Dittus-Haus; Blumhardt-Kirche). 07 Kabbala, Astrologie und Okkultismus? Antonia von Württemberg und Johannes Kepler
Lebendige Stadtgeschichte Themenführungen Infos unter: www.murrhardt.de in der historischen Altstadt, im Kloster, in der Städtischen Kunstsammlung und entlang des Welterbe Limes
37 Studienreise 08 Corbières und Roussillon 550.000 Jahre Geschichte und Kunst am Fuß der Pyrenäen Im Dreieck zwischen Mittelmeer und Pyrenäen vereinigen sich in den Corbières und im Roussillon eine überaus ausdrucksvolle Landschaft und einzigartige kulturhistorische Zeugnisse zu einem Reiseerlebnis ganz besonderer Art. Diese Kulturlandschaft werden wir auch auf kleinen Wanderungen erkunden. Die wilden und dünn besiedelten Corbières unmittelbar vor der beeindruckenden Kette der Pyrenäen – begrenzt im Osten durch die Küstenebene des Roussillon (Perpignan), im Norden durch das Minervois und im Westen durch die Berge des Ariège – waren im 12. Jahrhundert neben dem Minervois letzte Zufluchtstätte der manichäischen Häresie der Katharer, von deren Glauben und Verfolgung trutzige, heute noch oft äußerst pittoresk liegende Burganlagen zeugen. In den Corbières liegt aber auch der Fundort des ältesten in Europa gefundenen menschlichen Schädels (Tautavel). Das offene und reiche Durchgangsland des Roussillon andererseits ist ein Herzland der Romanik. Hier manifestierte sich der neue Stil (premier art roman) Die Katharerburg Quéribus bei Cucugnan Juni
38 Ein Besuch im Muschelkalkmuseum in Ingelfingen ist zu empfehlen. Erleben Sie im Muschelkalkmuseum in Ingelfingen eine Ausstellung zur Erd- und Lebensgeschichte der Triaszeit. Saurier-Rekonstruktionen wie der Mastodonsaurier, die Pflasterzahnechse oder der Batrachotomus versetzen den Besucher in eine andere Welt. Öffnungszeiten: Sonntag von 10.30 bis 16.00 Uhr vom 1. Mai bis 31. Oktober zusätzlich mittwochs von 15.00 bis 17.00 Uhr Nähere Auskünfte unter Tel. 07940/1309-22 oder 07940/59500 www.Muschelkalkmuseum.org Muschelkalkmuseum Hagdorn / Stadt Ingelfingen Schlossstraße 3, 74653 Ingelfingen in Frankreich erstmals klar und gipfelte in seiner Spätphase in unglaublich wuchtigen und expressiven Skulpturen. Die Werke des anonymen sogenannten „Meisters von Cabestany“ stellen kaum zu übertreffende Meisterwerke dar. Die Stadt Perpignan durfte einst als Residenz der Könige von Mallorca als Weltstadt gelten und hat prächtige Zeugnisse ihrer glänzenden Vergangenheit bewahrt. Die Studienreise im Juni – wenn die Temperaturen noch „studienreise-freundlich“ sind – führt abseits des Massentourismus in zwei Landschaften, in denen sich die Straßen oft noch der Landschaft anpassen und nicht umgekehrt. Die traditionelle gute Küche und der Wein der Corbières und der Côtes du Roussillon – Geheimtipps unter Weinkennern – vermögen nach einem Reisetag die historischen und kunsthistorischen Eindrücke abzurunden.
39 Romanische Fresken in St-Martin-de-Fenollar 1. Tag: Anfahrt über die Burgundische Pforte, Saône- und Rhônetal in die Dauphiné. Übernachtung in Bollène an der Rhône. 2. Tag: Die Corbières I – Bekanntschaft mit dem Meister von Cabestany Am späten Morgen erreichen wir die Corbières. Besichtigung der herrlichen romanischen Abtei Lagrasse: erste Bekanntschaft mit dem Meister von Cabestany (mit Ausstellung), ausführliche Besichtigung und Rundgang zur mittelalterlichen Brücke – nachmittags SaintHilaire (romanische Kirche mit einem Hauptwerk des Meisters von Cabestany: Sarkophag des Hlg. Saturnin. Übernachtung in Limoux. 3. Tag: Corbières II – im Land der Katharer Abwechslung macht Freude: nach dem „Musée des Automates“ (mechanische Puppen) und Besuch der Wehrkirche St. Polycarp Fahrt durch die wilde Schlucht der Aude zu den Gorges de Galamus (kleine Wanderung an der Schlucht zu einer romanischen Einsiedelei). In der fantastisch gelegenen Katharer-Burg Peyrepertuse verwachsen Geschichte und Landschaft (kleiner Aufstieg, ca. 30 Min., mächtige Ruine, Fernsicht). Übernachtung in Saint-Paul-de-Fenouillet. 4. Tag: Katharer – Erdpyramiden – Frühromanik Nach dem Besuch der weithin thronend platzierten Katharer-Burg Quéribus (kurzer leichter Anstieg) verlassen wir zunächst die Corbières: kleine Wanderung im Roussillon bei Ille-sur-Têt zwischen den „Cheminées des fées“ (unglaublich pittoreske Erdpyramiden) – dann die Krönung des Tages: die frühromanische Abtei von St-Michel-de-Cuxa (um 1000 n. Chr., typische Kirche und Türme der Frühromanik des Roussillon, Kapitelle im Kreuzgang). 2 Übernachtungen in Vernet-les-Bains. 5. Tag: In der Bergwelt der Pyrenäen – die Cerdagne Nach dem Besuch des gigantischen Parabolspiegels des futuristischen Sonnenkraftwerks von Odeilo (Außenbesichtigung, Infotafeln) Rundgang und Besichtigung in teils abgelegenen Dörfern der herrlichen Landschaft am Oberlauf des Têt: Angustrine (St. André, 10./12. Jh., Fresken), La Llagonne (St. Vincent, 11. Jh., romanisches Kruxifix und Antependium, nebenan Wehrturmruine), Caldégas (St. Romain, 11. Jh., romanische Fresken), Planès (Ste. Marie, 11. Jh., seltener Zentralbau!).
40 6. Tag: In den Schluchten um den Pic du Canigou (2784 m) In den tiefen Wäldern des Nordhangs des Canigou verborgen liegt die große Anlage der frühest-romanischen Abtei von St-Martin-du-Canigou (Auffahrt mit Jeep, zurück kleine Wanderung ins Tal) und östlich davon in wilder Einsamkeit der Schlucht des Boulès das Priorat Serrabone mit seinen unglaublich expressiven Kapitellen der Mönchstribüne und der Kreuzganggalerie aus rot-weißem Pyrenäen-Marmor. Noch einsamer und etwas höher in der Schlucht stößt man direkt an der alten Passstraße auf den christ en majestat (romanisches Kruzifix) der Chapelle de la Trinité von Belpuig. Über den Pass Fourtou und das Tech-Tal erreichen wir gegen Abend das Meer. 2 Übernachtungen in Collioure. 7. Tag: Bilderbuch der Romanik am Fuß der Pyrenäen Dort wo das Roussillon in die Berge übergeht, reihen sich im Weinbaugebiet der Vorpyrenäen in den pittoresken Dörfern wie auf einer Schnur aufgereiht reichst verzierte romanische Kirchen und Kapellen: St-Martin-de-Fenollar (großer Freskenzyklus in prächtigen Farben) – St-Génis-des-Fontaines (Kreuzgang mit herrlichen Kapitellen, berühmtes archaisches Tympanon) – St-André-deSorède (Tympanon um 1000) – Le Boulou (Meister von Cabestany). 8. Tag: Cabestany und die Metropole Perpignan Nach dem ehemals in einem Seitenportal wiederverwendeten Tympanon der Kirche von Cabestany wurde der berühmte anonyme Meister benannt (Tympanon in der Kirche; nahe gelegene Ausstellung über den Meister mit Abgüssen fast aller seiner Werke) – halber Tag in Perpignan Erdpyramiden bei Ille-sur-Têt am Fuß der Pyrenäen
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